Schwere Beine, ein unangenehmes Spannungsgefühl und Schmerzen sind meist die ersten Anzeichen für ein Lipödem. Ein unkontrolliertes Wachstum des Fettgewebes kann bereits im Frühstadium der Erkrankung große Schmerzen verursachen. Wird das Lipödem rechtzeitig erkannt, kann die richtige Behandlung die Beschwerden deutlich lindern.
Die häufigsten Symptome umfassen:
Hautbeschaffenheit: Die Hautoberfläche ist weitgehend glatt. Es zeigt sich zu Beginn oft noch keine oder nur eine leichte „Orangenhaut“ (Cellulite-ähnliche Dellen).
Gewebecharakteristik: Das Unterhautfettgewebe ist verdickt, wirkt jedoch noch weich. Dennoch können bereits kleine, verhärtete Knoten (Lipome) tastbar sein.
Symmetrie: Es zeigen sich charakteristische, symmetrische Fettanlagerungen, meist an den Beinen („Reiterhosen“) oder Armen, während Hände und Füße schlank bleiben.
Schmerz- und Spannungszustände: Betroffene leiden unter ausgeprägtem Druckschmerz sowie einem Schwere- und Spannungsgefühl. Diese Symptome verstärken sich typischerweise abends oder bei hohen Temperaturen (Hitze).
Eingeschränkte Belastbarkeit: Langes Stehen oder Sitzen führt schnell zu Unbehagen und einer Zunahme des Schweregefühls.
Insbesondere im ersten Stadium der Erkrankung ist vielen Frauen nicht bewusst, dass sie unter einem Lipödem leiden.
Im frühen Stadium ist es keineswegs einfach, eine Fettverteilungsstörung zu erkennen. Das Körpergewicht steigt, die Oberschenkel nehmen an Umfang zu und die Haut zeigt erste Anzeichen von Cellulite.
In den meisten Fällen werden die klassischen Symptome der Fettverteilungsstörung dahingehend interpretiert, dass Ihnen mit gesunder Ernährung und Sport entgegengewirkt werden kann. Zeigt sich trotz eines Gewichtsverlustes keine wesentliche Veränderung des Beinumfangs, kann dies ein erstes Anzeichen für ein Lipödem sein. Wenn Sie die typischen Symptome kennen, kann bereits im ersten Stadium der Verdacht auf eine Erkrankung aufkommen. In diesem Fall ist es wichtig, dass Sie, so früh wie möglich, einen erfahrenen Lymphologen aufsuchen.
Je nach Stadium können die Symptome und Auswirkungen eines Lipödems mehr oder weniger stark variieren. Zu Beginn erinnert das Hautbild an Cellulite, im weiteren Verlauf führt das wachsende Lipödem-Fett zur Entstehung von tiefen Dellen und Fettlappen. Die nachfolgenden Bilder verdeutlichen Ihnen, wie sich das Lipödem im ersten Stadium zeigt. Nicht zu sehen – die Schmerzhaftigkeit.
Bei vielen Frauen zeigen sich die ersten Symptome bereits ab der Pubertät, die Mehrzahl erkrankt im Alter von rund 20 bis 30 Jahren. Das Lipödem ist eine schmerzhafte Erkrankung, die Symptome sind jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausgeprägt.
Das Lipödem tritt grundsätzlich symmetrisch auf, es sind beispielsweise beide Beine gleichermaßen betroffen. Es ist häufig eine Tendenz zu reithosenartigen Veränderungen vom Knöchel bis zur Leiste bzw. vom Handgelenk bis zur Schulter zu erkennen.
Das Lipödem tritt grundsätzlich symmetrisch auf, es sind beispielsweise beide Beine gleichermaßen betroffen. Es ist häufig eine Tendenz zu reithosenartigen Veränderungen vom Knöchel bis zur Leiste bzw. vom Handgelenk bis zur Schulter zu erkennen. Zusätzlich ist ausreichend Bewegung und eine gute Hautpflege nötig. Die KPE mindert lediglich die Symptome des Lipödems, führt jedoch nicht zu einer Umfangreduzierung. Die Behandlung zielt ausschließlich auf die Linderung der Beschwerden ab und dient nicht der Fettreduktion. Für einen langfristigen Erfolg ist die konservative Therapie konsequent und lebenslang durchzuführen.
Spontane Schmerzen sowie unangenehme Spannungs- und Schwellungsgefühle gehören ebenfalls zu den klassischen Leitsymptomen. Viele Patientinnen klagen über schwere Beine und verzeichnen bereits bei leichter Berührung der betroffenen Körperregionen mehr oder weniger starke Schmerzen. Im Laufe eines Tages kann es zu einer vermehrten Flüssigkeitszunahme im Gewebe kommen, besonders bei langem Stehen nehmen die Schmerzen deutlich zu. Bei fortschreitender Erkrankung kann es auch ohne Berührung zu starken Schmerzen kommen.
Es kommt zu Flüssigkeitseinlagerungen im krankhaft veränderten Fettgewebe, die bereits im ersten Stadium der Krankheit unangenehme Schmerzen verursachen. Bei starker Beanspruchung durch langes Stehen oder Sitzen führt selbst das Hochlagern der Beine nicht zu einer nennenswerten Schmerzlinderung. Die Menge des Fettgewebes ist nicht maßgeblich für die Schmerzen, entscheidend ist die im Gewebe eingelagerte Flüssigkeit. Sogar bei optisch kaum wahrnehmbaren Fetteinlagerungen kann es daher durchaus zu starken Schmerzen kommen. Dies ist typisch für Stadium 1.
Bereits beim Lipödem Stadium 1 kann eine erhöhte Kapillarfragilität vorliegen, die eine starke Neigung zur Bildung von Hämatomen bedingt. Durch geringe Druckbelastungen oder leichte Stöße entstehen deutliche Blutergüsse.
Voluminöse Beine und eine schlanke Taille sind typisch für die Erkrankung, während Hände und Füße schlank sind und keine Schwellungen aufweisen. Allerdings zeigt sich dieses charakteristische Leitsymptom meist erst bei fortschreitender Erkrankung, bei Lipödem Stadium 1 sind in der Regel keine oder nur geringe Schwellungen vorhanden. Dennoch kann in Einzelfällen schon in der Frühphase ein sichtbares Missverhältnis der Körperproportionen bestehen.
Die erblich bedingte Vermehrung des Fettgewebes kann sich je nach Patientin unterschiedlich manifestieren, in der Regel sind jedoch in erster Linie die Beine betroffen. Es lassen sich unterschiedliche Verteilungsmuster feststellen:
Wenn Sie erste Anzeichen für ein Lipödem feststellen, sollten Sie sich an einen Lymphologen wenden, im besten Fall sind Lipödem-Zentren oder Fachärzte wie Dermatologen, Phlebologen und Lymphologen die idealen Ansprechpartner. Die Diagnose stellt ein erfahrener Facharzt auf Basis von Anamnese und körperlicher Untersuchung, zunächst sind andere Erkrankungen (Adipositas etc.) auszuschließen.
Der Mediziner fragt beispielsweise nach den Beschwerden der Patientin und sucht nach Hinweisen auf eine familiäre Häufung der geschilderten Symptome. Weitere Kriterien sind das optische Erscheinungsbild und das Ergebnis der Tastuntersuchung.
In vielen Arztpraxen fehlt leider noch immer das Bewusstsein für diese schmerzhafte Erkrankung, es kommt daher häufig zu Fehldiagnosen und einem langen Leidensweg. Eine starke Gewichtszunahme wird in vielen Fällen als Adipositas diagnostiziert und die Schmerzen in den Extremitäten als Folge des Übergewichts fehlgedeutet.
Es ist jedoch unverzichtbar, dass die richtige Diagnose möglichst frühzeitig gestellt wird, damit bereits im ersten Stadium der Erkrankung die richtige Behandlung beginnen kann.
Die Linderung der Symptome hängt maßgeblich davon ab, dass die Diagnose möglichst bereits im ersten Stadium erfolgt. Bei der KPE (Komplexe Physikalische Entstauungstherapie) handelt es sich um eine konservative Therapie, die manuelle Lymphdrainage (MLD) mit einer individuell angepassten Kompressionsbestrumpfung verbindet:
Mittels manueller Lymphdrainage aktivieren erfahrene Physiotherapeuten den Lymphabtransport, damit die eingelagerte Flüssigkeit aus dem Gewebe gelangt.
Damit der durch die manuelle Lymphdrainage erzielte Effekt möglichst lange bewahrt wird, ist das Tragen individuell angepasster Kompressionsbekleidung unerlässlich. Das spezielle Material übt einen konstanten Druck auf das Gewebe aus und trägt zu einer Verbesserung des Lymphflusses bei. Die Flüssigkeitseinlagerung wird deutlich vermindert und die Patientin bleibt länger schmerzfrei. Zusätzlich ist ausreichend Bewegung und eine gute Hautpflege nötig. Die KPE mindert lediglich die Symptome des Lipödems, führt jedoch nicht zu einer Umfangreduzierung. Die Behandlung zielt ausschließlich auf die Linderung der Beschwerden ab und dient nicht der Fettreduktion. Für einen langfristigen Erfolg ist die konservative Therapie konsequent und lebenslang durchzuführen.
Alternativ bietet sich die operative Entfernung der krankhaften Fettpolster im Rahmen einer Lymphologischen Liposculptur an. Im Gegensatz zu einer operativ-ästhetischen Fettabsaugung erfolgt die Lipödem-Operation nicht im Criss-Cross-Verfahren und wird explizit achsengerecht zur maximalen Schonung der Lymphgefäße vorgenommen. Der Eingriff ist medizinisch indiziert und dient der dauerhaften Verbesserung der Lebensqualität.
In der Vergangenheit war der Zugang zur operativen Therapie stark reglementiert: Während die Kostenübernahme seit 2020 zunächst befristet und nur für das schwere Stadium 3 galt, waren Patientinnen in den Stadien 1 und 2 zumeist auf Selbstzahlung angewiesen. Diese Praxis hat sich mit dem Abschluss einer großangelegten Erprobungsstudie grundlegend geändert.
Seit Ende 2025 steht fest: Die Liposuktion wird eine reguläre Kassenleistung für alle drei Stadien (1, 2 und 3), allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.
Damit wird der medizinischen Erkenntnis Rechnung getragen, dass eine frühzeitig durchgeführte Liposuktion bereits im Stadium 1 entscheidend dazu beitragen kann, jahrelanges Leiden und ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Im Vergleich zur lebenslang notwendigen konservativen Therapie (KPE) stellt der operative Eingriff zudem oft die wirtschaftlichere Lösung dar.
Das Lipödem ist nach aktuellem Stand selbst im ersten Stadium durch KPE nicht heilbar, mittels lebenslang durchgeführter KPE kann lediglich eine Linderung der Symptome erreicht werden.
Eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität lässt sich hingegen mit der Liposuktion erreichen. Dies bestätigten 95 Prozent der behandelten Patientinnen in unserer eigens durchgeführten Kölner Lipödemstudie aus dem Jahre 2012. 95 Prozent berichteten zudem davon, nach der OP schmerzfrei zu sein und in der Folge keine konservative Therapie mehr zu benötigen.
Das Lipödem ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung, die das Leben der Betroffenen stark einschränkt. Eine frühzeitige Behandlung ist unerlässlich, die richtige Diagnose und weitere Behandlung lässt bei vielen Patientinnen jedoch meist sehr lange auf sich warten. Wir nehmen Ihre Beschwerden ernst und besitzen eine hohe Expertise bei der Durchführung von Liposuktionen. Wenden Sie sich vertrauensvoll an das Team von CG LYMPHA und vereinbaren Sie einen Termin für ein Beratungsgespräch. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
Hinweis: Natürlich können auch trans* Personen, nicht-binäre und untergeschlechtliche Menschen von einem Lipödem betroffen sein.
Studium an der Medizinischen Fakultät der Georg-August-Univestität zu Göttingen.
Als erfahrener Operateur und Experte in lymphologischer Diagnostik ist Dr. Christel für die Lipödem-/Lymphödem-Sprechstunde und die operative Therapie in der CG LYMPHA zuständig.
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